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Situation in Bolivien
Liebe Freunde von Arco Iris,
Bolivien hat schreckliche Wochen hinter sich, und die sozialen Unruhen haben uns viele Streiks und Strassensperren gebracht. Es gab kein Benzin, kein Gas und keine Lebensmittel, und alles schien in einem blutigen Bürgerkrieg auszuarten. Es gibt viele Ursachen für die Unruhen in unserem Land. Zunächst ein parteiloser und deshalb schwacher Präsident, der es mit vielen korrputen Parlamentariern schwer hatte, und der sein Amt mit dem Versprechen antrat, sozialen Protest nicht zu unterdrücken. So konnten der Chef der Cocabauern und der Opositionspartei, Evo Morales, diese 'Regierungsschwäche' nutzen und - ohne jede Gegenwehr der Polizei - unser Land an den Rand der Anarchie führen. Dazu muss man wissen, dass Bolivien keinerlei -Infrastruktur hat. Deshalb ist es relativ einfach, mit wenigen Mitteln und einigen Blokaden ein ganzes Land lahmzulegen. Der Grund der Proteste so vieler Campesinos und Minenarbeiter ist deren totale Verarmung und ihr Drängen auf Verstaatlichung der nationalen Erdöl- und Gasvorkommen. Korruption, Misswirtschaft und die Ausbeutung der reichen Bodenschätze Boliviens durch internationale Grosskonzerne haben unser Volk verarmen lassen und unser Land zum ärmsten des Kontinents werden lassen. Mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten, Eduardo Rodriguez, ist vorübergehend Ruhe eingekehrt. Die Flughäfen sind wieder geöffnet, und die Sicherheits- und Versorgungslage ist wieder hergestellt. Die angebliche Entspannung ist aber gewiss kein Dauerzustand, und Bolivien hat sicher noch einen langen Weg zum Frieden und zur sozialen Gerechtigkeit.
Mit frohen Grüßen an alle Freunde von Arco Iris, Euer Josef M. Neuenhofer
- 17.06.2005 19:35 Padre JoséWechsel im Ausschuss des Fördervereins Arco Iris (Rottweil)
Durch den Wechsel unseres bisherigen Ausschuss-Mitglieds Arnold Schanz in den Vorstand der neu gegründeten 'Arco Iris - Stiftung' musste ein neues Ausschuss-Mitglied gefunden und gewählt werden. In der Mitgliederversammlung am 6.4.2005 wurde Herr Hans-Peter Funke für zunächst 2 Jahre gewählt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Arnold Schanz für seine langjährige wertvolle Unterstützung und wünschen ihm und der 'Arco Iris - Stiftung' viel Erfolg! Ebenfalls bedanken wir uns bei Herrn Funke für die Bereitschaft zur Mitarbeit im Förderverein und hoffen auf gute Zusammenarbeit!
Herr Gustav Kammerer erklärte seine Bereitschaft noch ein weiteres Jahr als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen. Die Versammlung nahm das Angebot dankend an und bestätigte ihn als Vorsitzenden, wie vorgeschlagen, für ein weiteres Jahr. Weiterhin wurde Herr Walter Schwer für zwei weitere Jahre im Ausschuss bestätigt. Die beiden Kassenprüfer Oliver Bihler und Joachim Marte wurden ebenfalls für zwei weitere Jahre wiedergewählt.
Als Schatzmeister wurde auch Rosemarie Lorch für zwei weitere Jahre gewählt. Herzlichen Dank!
- 18.04.2005 17:31 WebmasterInfo von Josef Neuenhofer aus Bolivien
Liebe Freunde!
Nun bin ich schon wieder über 3 Monate hier in Bolivien, und ich will mich mit einigen Nachrichten an Euch wenden.
Vollgepackt mit Gesten und Worten der Solidarität und des Vertrauens bin ich nach La Paz zurückgekommen. Anfang Januar habe ich mich wieder in die Arbeit gestürzt, zu Gunsten der zahllosen Kinder und Jugendlichen, die ihr Leben und ihre Zukunft auf unsere Fundación Arco Iris” bauen.
In den ersten Tagen des neuen Jahres wurde die Abrechnung für 2004 und die Kostenberechnung für 2005 erstellt, und beide wurden von unserem Vorstand gebilligt. Unser Jungenhaus CATE steht vor dem Umzug in ein grösseres Gebäude. Das Haus war ursprünglich für 20 Bewohner geplant und beherbergte zum Schluss 40 Jugendliche, die ihr Strassenleben mit allen Abenteuern und Gefahren (Kriminalität, Alkohol, Rauschgift, Diebstahl, ...) hinter sich gelassen haben und in einer Hausgemeinschaft leben, mit der Verpflichtung zur Arbeit während des Tages und zum Schulbesuch am Abend.
Seit Monaten mussten wir allen am CATE Interessierten absagen, weil es einfach keinen Platz mehr gab. Nun bekommen wir von einer Schwesterngemeinschaft ein Haus, das für 100 Jugendliche Platz bietet und in das unsere CATE-Bewohner in den nächsten Tagen umziehen. Die Begeisterung der Jungen ist gross, zumal zum ehemaligen Schwesternhaus ein Sportplatz gehört.
Im bisherigen CATE eröffnen wir eine Herberge für junge Strassenmädchen und –mütter, die misshandelt, vergewaltigt oder von Zuhause vertrieben wurden, die schwanger oder mit kleinen Kindern eine Zufluchtsstätte suchen, wo sie essen und schlafen können und dazu psychologisch und juristisch beraten werden. Wir sind gerade dabei, die letzten Einzelheiten für dieses neue Projekt zu planen, das in den nächsten Wochen starten soll.
Damit habe ich Euch einige News mitgeteilt. Im Monat Mai kommt dann mein Rundbrief mit noch mehr Nachtrichten. Ich grüsse alle Leser herzlich und bedanke mich für Ihr Interesse und Ihre Solidarität.
Mit frohen Grüssen aus Bolivien
Pfarrer Josef M. Neuenhofer
Förderverein: Mitgliederversammlung am Mittwoch, 6.4.2005
Die ordentliche Mitgliederversammlung findet um 20:00 Uhr im Gasthaus 'Sonne' (Nebenzimmer) Hansjakobstraße in 78658 Zimmern statt. Es ergeht herzliche Einladung an alle Interessierten!
- 02.04.2005 13:25 WebmasterGruß von Josef M. Neuenhofer Liebe Freunde in der Heimat!
Von Herzen wünsche ich Euch allen eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit! Damit verbinde ich meinen und unseren Dank für alle Freundschaft und Hilfe im Jahr 2004. Mit meinen Grüßen übermittle ich Euch einige News aus Bolivien: Unser Land ist in diesem Jahr weiter verarmt. Eine neue Statistik sagt, dass von den 8 Millionen Bolivianern 3,6 Millionen unter der Armutsgrenze leben. Besonders betroffen von der Armut sind natürlich die alten und behinderten Menschen und die Kinder. Dazu kommt, dass Bolivien keine politische Perspektive hat und immer mehr unregierbar erscheint.
Das Krankenhaus bleibt unser Sorgenkind. Mittlerweile sind Zweidrittel der behandelten Patienten Kinder. Fast alle Krankenhäuser in unserer Millionenstadt stecken die kranken Kinder einfach in eine Ambulanz und bringen sie zum „Hospital Arco Iris“. Monatlich sind es über 6000 Kinder und Jugendliche, die durch unser Hospital und unsere Ambulanzfahrzeuge (jeweils eine Arztpraxis auf Rädern) behandelt werden. Wir haben das Programm der Alphabetisierung bei den Straßenkindern im Jahr 2004 erweitert und erreichen nun mehrere hundert Kinder. Dabei bevorzugen wir die Mädchen, die in unserer Machogesellschaft nicht gleichberechtigt sind und oft diskriminiert werden.Pech hatte einer unserer Jungen mit Namen Nicolas. Er braucht dringend eine neue Niere, weil seine beiden Nieren nicht mehr arbeiten und er mehrmals pro Woche an die Dialyse muss. Es ist eigentlich in Bolivien nicht schwer, einen Nierenspender zu finden. Aber wir haben in monatelangem Suchen kein Organ gefunden, das in allem mit den Gegebenheiten im Organismus von Nicolas übereinstimmt. Ich habe ausgezeichnete Mitarbeiter in Bolivien Cristobal Bobka leitet mit viel Sachverstand und Engagement die Sozialprojekte, und Carlos Salazar ist der gute Verwaltungsdirektor in unserem Hospital Arco Iris.
Unser Direktorium in La Paz hat mit Blick auf die Zukunft und die unsichere Finanzlage beschlossen, dass die Konsolidierung unserer Fundación Arco Iris an erster Stelle steht vor jeder Expansion.
In Deutschland wurde eine kirchliche Stiftung privaten Rechts gegründet, die unserer Fundación Arco Iris auch über meinen Tod hinaus finanziell absichern soll. Die Gründungsversammlung fand am 27. November 2004 statt. Herrn Ministerpräsident Teufel danken wir für die Schirmherrschaft in dieser neuen Stiftung.
Nun seid Ihr wieder informiert. Ich wünsche Euch ein gutes und glückbringendes Neues Jahr 2005 und grüße Euch herzlich!
- 16.12.2004 22:38 Euer Josef M.Das 10jährige Jubiläum von Arco Iris steht bevor ...
Arco Iris / La Paz bereitet derzeit den 10. Geburtstag mit 10 deutschen Gästen vor. Der bolivianische Staat lässt sogar eine 'Arco-Iris-Briefmarke' drucken. Leider spitzt sich die politische Lage in Bolivien derzeit wieder zu, und es ist ungewiss, ob die Besucher beispielsweise überhaupt einmal zum Titicacasee reisen können!
- 22.04.2004 21:33 HTBStiftung Arco Iris von der OIT ausgewählt
Unter allen gleichartigen Organisationen in Bolivien wurde die Stiftung Arco Iris von der OIT (Abteilung für Arbeit der Vereinten Nationen) ausgewählt, um die Kinderarbeit in ihren schlimmsten Formen (Sexuelle Nötigung, Minenarbeit und Zuckerernte) zu bekämpfen. Das Projekt wird von der Casa de Paso aus durchgeführt.
- 21.12.2003 13:16 HTBMöchten Sie Informationen über Arco Iris per eMail ? Info Sie können sich jetzt auf der 'Kontakt-Seite' in unsere Mailingliste eintragen. Damit erhalten Sie von Zeit zu Zeit aktuelle Informationen über Arco Iris per eMail. (Newsletter)
- 10.03.2002 10:37 Webmaster